Die Bildung von Fahrgemeinschaften bringt finanzielle Entlastung, schont die Umwelt und reduziert das Verkehrsaufkommen.

Mitfahrbörsen helfen Ihnen Partner für die Fahrt zur Arbeit zu finden:

Hier finden Sie Möglichkeiten, Mitfahrwünsche oder Ihre Angebote für die Bildung von Fahrgemeinschaften online bekannt zu geben. Neue Mobilität, neue Kontakte.

Mitfahrbörsen der Bundesländer:

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Fahrgemeinschaften – die flexible Alternative für PendlerInnen

Der persönliche Gewinn für PendlerInnen: Senkung der Betriebskosten

Sowohl für die FahrerIn als auch für die mitfahrenden Personen ergeben sich Kosteneinsparungen bei Fahrgemeinschaften. In Zeiten wie diesen bilden Fahrgemeinschaften wesentliche Einsparungspotentiale. Außerdem sinken durch die geringe Nutzung des Kfz auch die anderen Betriebskosten.

Ein einfaches Beispiel verdeutlicht das Einsparungspotential:

Ein Pendler/ eine Pendlerin legt jeden Tag eine Wegstrecke von 50 km hin und retour mit dem eigenen Fahrzeug zurück. Bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 8 Litern/100 km ergibt sich für diese Strecke somit ein Jahresverbrauch von

4 Liter/Tag  * 5 Tage/Woche * 42 Wochen = 840 Liter/Jahr

Bei einem angenommenen Benzinpreis von 1,00 €/l ergeben sich somit reine Treibstoffpreise von ca. 840 €/Jahr nur für die Strecke zur Arbeit.

Bilden nun zwei FahrerInnen eine Fahrgemeinschaft, so können diese Kosten halbiert werden. Es ergibt sich somit eine Kostenersparnis für jeden der MitfahrerInnen von 420 €/Jahr. In dieser Rechnung sind aber noch keine anderen Betriebs- und Erhaltungskosten des Kfz miteingerechnet (Wartung, Wertverlust, Reifenabrieb,…).

Geringere Stauzeiten

Wenn sich viele PendlerInnen zu Fahrgemeinschaften entschließen, werden die Stauzeiten reduziert.
Dazu ein kurzes Beispiel:

Der Besetzungsgrad eines Fahrzeuges liegt derzeit bei ca. 1,1. Das bedeutet, dass 11 Personen mit 10 PKW fahren.

Bei der Annahme 2 Personen fahren mit anderen mit, benützen somit 11 Personen 8 PKW (Besetzungsgrad 1,4). Dies würde einer Verkehrsreduktion von 20 % entsprechen. Die Staus zu den Spitzenzeiten und auch oft die Parkprobleme bei P&R Plätzen wären somit großteils gelöst.

Reduktion der Schadstoffemissionen:

Jeder eingesparte Kfz-Kilometer bedeutet auch eine Reduktion der Schadstoff-emissionen. So trägt der Verkehr einen wesentlichen Beitrag zu den Emissionen der Schadstoffe NOX, PM19 und des „Klimagases“ CO2 bei. Die Nutzung von Fahrgemeinschaften senkt durch die gemeinsame Nutzung von Fahrzeugen den Schadstoffausstoß und trägt damit wesentlich zum Schutze der Umwelt bei.

Rechtliche Informationen zu Fahrgemeinschaften, Haftung etc.

Als NutzerIn unserer Mitfahrbörse sollten Sie folgende Punkte beachten:

Wie viel kann ich von einem Mitfahrer für die Fahrt verlangen?

Prinzipiell ist der Beitrag, den Sie für eine Fahrt verlangen können natürlich Verhandlungssache. Grundsätzlich sollte es sich dabei um einen Beitrag zum Benzinverbrauch handeln. Die Höhe des Beitrags hängt aber sicher auch von der Strecke und von der Anzahl der Mitfahrer ab. Die Kosten können auch durch Wechsel jeweiliger Fahrer der einzelnen Fahrgemeinschaftsmitglieder abgegolten werden.
Hier einige Beitragsvorschläge (Quelle ÖAMTC):
Wien-Graz, 200 km, 8-10 Euro
Wien-Salzburg, 300 km, 12-15 Euro
Wien-Innsbruck, 480 km, 18-22 Euro

Wie steht es mit der Haftung gegenüber einem Mitfahrer?

Zu Haftungsfragen bei Fahrgemeinschaften, Autostoppen etc. hat der ÖAMTC auf seiner Homepage eine detaillierte Stellungnahme veröffentlicht.

zur ÖAMTC Stellungnahme

Die österreichische Rechtssprechung ist hinsichtlich des Haftungsaus-schlusses sehr streng. Auch bei leichter Fahrlässigkeit wird ein Ausschluss für die Haftung von Ersatz eines Personenschadens nicht anerkannt.

Prinzipiell ist aber davon auszugehen, dass etwaige Schäden beim Mitfahrer durch die Kfz-Haftpflicht Versicherung gedeckt sind. Selbst bei Fahrlässigkeit, z.b. Alkoholisierung besteht ebenfalls Versicherungsdeckung; die Versicherung kann sich aber beim Fahrer regressieren.

Sicherheit beim Mitnehmen/Mitfahren?

Sollten Sie über unsere Mitfahrbörse eine MitfahrerIn gefunden haben, beachten Sie bitte Folgendes:
Prinzipiell ist das Autostoppen via Internet um einiges sicherer, als wenn Sie lediglich einen/eine an der Straße Stehenden/e einfach mitnehmen oder den Daumen hinaushalten. Trotzdem kann man einige Punkte beachte, welche die Sicherheit noch erhöhen.

a.      Unbedingt vor der Fahrt mit den Mitfahrern telefonieren. Über ein Telefonat erhält man einen Eindruck davon, wie der potentielle Mitfahrer ist.

b.      Rufen Sie Ihren Mitfahrer/Fahrer an (zumindest 1 Mal). Damit können Sie sichergehen, dass die inserierte oder via Email mitgeteilte Mobilnummer auch die richtige ist.

c.      Geben Sie jemandem Dritten über Ihre Fahrt mit Mitfahrern Bescheid. Informieren Sie diesen Dritten über die Anzahl der Mitfahrer, Ihre Fahrtdaten (Abfahrtszeit, Strecke, ungefähre Ankunftszeit). Am besten, Sie geben auch die Mobilnummer Ihrer Mitfahrer an diesen Dritten weiter.

d.      Machen Sie keinen Treffpunkt aus, der in einer sehr stillen Ecke ist. Als Treffpunkt mit den Mitfahrern haben sich Bahnhöfe, Tankstellen oder Autobahnraststätten bisher bewährt.

e.      Sollten Sie jemandem die Mitfahrt versprochen haben, über sämtliche Details sind Sie sich einige geworden und Sie hatten beim Telefonat ein gutes Gefühl, dann zögern Sie trotzdem nicht, ihn/sie nicht mitzunehmen, wenn beim ersten „Sehen“ dieser gute Eindruck weg ist. Sicherheit geht vor.